Nachlese: „Podiumsdiskussion zur Zukunft des Schienenpersonennahverkehrs in TKS“

Am 01. September 2014 fand im Stahnsdorfer Rathaus eine Podiumsdiskussion zur Zukunft der Schiene im Raum TKS statt. Der Einladungstext der BI Stammbahn ist hier noch einmal nachzulesen: Einladung Podiumsdiskussion. Weiterlesen

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S-Bahn Ringschluss – Landesregierung bringt es auf den Punkt

 

Kleine Anfrage im Landtag gestellt

Die FDP-Landtagsabgeordnete Marion Vogdt aus Kleinmachnow hat eine kleine Anfrage an die Landesregierung Brandenburg gestellt, warum diese (sinngemäß) die S-Bahn Verlängerung von Teltow nach Stahnsdorf nicht wolle. Der Zweck der Nachfrage ist klar. Erklärtes Ziel der FDP ist der sogenannte „Ringschluss“ sowie die Wiederinbetriebnahme der Stammbahn. Die Verlängerung wäre da nur der erste Schritt. Worin die Gründe der FDP liegen beide Augen fest zuzudrücken, wo sie sich doch sonst so vehement für Wirtschaftlichkeit bei der Verwendung von öffentlichen Mitteln einsetzt, können wir hier aus der Ferne nicht beurteilen.

Die trockene Antwort der Landesregierung

Die Landesregierung hat daraufhin in ihrer mehr als trockenen Antwort (was soll sie auch noch sagen, zu den immer gleichen „Argumenten“):

Unter Berücksichtigung der vorhandenen Verkehrsangebote, der voraussichtlichen Nachfrage und der zur Verfügung stehenden Finanzmittel besteht für die kostenintensiven infrastrukturellen und betrieblichen Erweiterungen des S-Bahn Netzes derzeit keine Notwendigkeit.
Aus diesen Gründen ist die Bedienung der Stammbahn im Regional-/S-Bahn-Verkehr als auch des Ringschlusses und Teilen davon mit S-Bahn-Verkehr nicht in den Zielsetzungen des Landesnahverkehrsplans enthalten.

Hier die Quelle des Originaldokuments:

http://www.parldok.brandenburg.de/parladoku/w5/drs/ab_9300/9321.pdf

Natur spielt jeweils keine Rolle

Was uns allen sauer aufstößt: in beiden Argumentationslinien spielt Natur, also unser Umfeld, keinerlei Rolle. Was zumindest bei den Befürwortern der S-Bahn noch vehement (zu Recht) beim Schleusenausbau angeprangert wurde – nämlich die Vernichtung von wertvollen Biotopen, wird hier komplett ausgeblendet. Das macht uns fassungslos, aber nicht sprachlos.
Unsere Region zeichnet(e) sich durch einen hohen Grünanteil aus. Auch Stahnsdorf wirbt für sich als Waldgemeinde, aber das Verschwinden von Flora und Fauna im Ort nimmt immer beängstigende Ausmaße an. Die bisher aufgestellten B-Pläne sind nicht in der Lage, die Situation in geregelte Bahnen zu lenken.

Daher stellt unser Konzept für ein Grünes Band von dem LSG Parforceheide bis weit in den Ort hinein, für Stahnsdorf einen zentralen Anker für das Ortsbild und die Ortsentwicklung dar (übrigens ähnlich dem Bannwald in Kleinmachnow).

Unterstützen Sie unsere Idee! Über Ziele können Sie sich hier informieren:
Wer wir sind und was wir wollen.

Kurzmitteilung

155 Bahnbrücken in Berlin-Brandenburg nicht mehr wirtschaftlich sanierbar!

Eine kleine Anfrage der Grünen-Fraktion im Bundestag brachte an das Licht, was alle zumindest ahnten: 155 Brücken sind in den Bundesländern Berlin und Brandenburg nicht mehr sanierbar, zumindest unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Sie werden daher bei der Bahn in die Kategorie 4 geführt, d.h.  „Brücken mit Zustandskategorie 4, gravierende Schäden am Bauwerksteil, welche die Sicherheit noch nicht beeinflussen. Eine wirtschaftliche Instandsetzung ist nicht mehr möglich.“ (Hervorhebung durch mich.)

Angesichts dieses enormen Rückstaus an Instandhaltungsinvestitionen bei vorhandener und genutzter Infrastruktur sind die Forderungen nach Neuinvestitionen, wie z.B. nach dem Ringschluss, eine Kampfansage an die Sicherheit der derzeitigen Bahnnutzer.

Quellen: http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/18/018/1801834.pdf 

und        http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/18/018/1801835.pdf

Auch die CDU hat erkannt, dass es gilt das grüne Band zu bewahren!

So verkündet die Partei auf ihrer Webseite unter

„CDU Gemeindeverband Stahnsdorf – Neuigkeiten

„Achtung Bahn frei! – Prof. Schierack setzt Signal für eine Verlängerung der S-Bahntrasse von Teltow nach Stahnsdorf

Absage an den Ringschluss, der Stahnsdorf zerschneiden würde

viaCDU Gemeindeverband Stahnsdorf – Neuigkeiten – Alle Neuigkeiten auf einen Blick..“

Die Argumentation zielt auf einen wesentlichen Aspekt des grünen Streifens: er verbindet Stahnsdorf! Ein Großteil ist öffentlich zugänglich und kann zu Erholungszwecken genutzt werden. Der nicht zugängliche Teil ist durch FNP und B-Pläne geschützt und kann zumindest seiner Funktion als Frischluftschneise und Rückzugsraum für viele, auch selten gewordenen, Tiere dienen. Weiterlesen